Der Naturpark Tiroler Lech erfährt eine wachsende touristische Frequentierung und unterliegt damit einem immerzu steigendem Freizeitdruck. Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass das Miteinander von Tourismus & Naturschutz, aber auch von Menschen & Umwelt, vor neue Herausforderungen gestellt wird. Im Rahmen des INTERREG-Projekts „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen“ wurde ein Besucherlenkungskonzept erarbeitet, welches seit Ende 2020 vorliegt. Aus diesem Erarbeitungsprozess ging die Notwendigkeit für weiteren Handlungsbedarf klar hervor. Gleichzeitig sind nach wie vor Verständnisprobleme zwischen touristischen Zielen und dem nachhaltigen Schutz der Natur als wertvolles Gut vorhanden.
Neben dem Schutz ist die Vermittlung des Verständnisses für die Natur das oberste Projektziel. Dies soll einerseits durch gezielte und präventive Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden. Andererseits soll ein Konzept ausgearbeitet werden, um Kinder möglichst früh an den Naturpark heranführen zu können. Dieses soll in der Praxis mit ganztägigen Workshops abgestimmt auf das Alter der Kinder und mit Angeboten für Gästekinder und Einheimischen gleichermaßen erreicht werden. Mit diesem Konzept wird auch den Naturparkschulen ein Werkzeug übermittelt, um die Kinder für den Naturschutz begeistern zu können. Der Naturpark soll, vertreten durch die Ranger Stelle, auch nachhaltig in die naturnahen Weiterentwicklungen der beiden Tourismusverbände TVB Lechtal und TVB- Naturparkregion Reutte eingebunden sein.
Schaffung einer Rangerstelle im Ausmaß von 30 Wochenstunden zum nachhaltigen Aufbau von bewusstseinsbildenden Maßnahmen zum Schutz der Fauna und Flora im Naturpark Tiroler Lech als Maßnahme des Managements Plans. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit wie eine Beschilderung in besonders sensiblen Gebieten unterstützt die Arbeit des / der Ranger*in. Anhand eines innovativen Programms für Junior-Ranger*innen werden modulare Workshops für Kinder von Gästen und Einheimischen umgesetzt, evaluiert und optimiert. Dieses Programm wird auch gleichzeitig ein wichtiger Baustein der Wissensvermittlung in den Naturparkschulen sein.
Naturschutz:
Die Grundlage der Sensibilisierung bildet das Wissen. Die Vermittlung dieses Wissens generiert Verständnis und damit Verhaltensanpassungen.
Öffentlichkeitsarbeit:
Kommunikation gilt als Schlüsselelement der Besucherlenkung und Sensibilisierung. Diese soll vielschichtig mit folgenden Projektumsetzungen weiterentwickelt werden.
Netzwerkarbeit und Synergien:
Unter dem Motto „Naturschutz ist nur Miteinander möglich“ kann das Projekt zum Ausbau bzw. zur Pflege der Zusammenarbeit mit Akteuren in der Region beitragen und Synergien zu parallel verlaufenden Projekten schaffen.
Umweltbildung:
Konzept, Aufbau und Evaluation eines Junior-Ranger Programms.
Projektträger: Naturpark Tiroler Lech
Projektlaufzeit: 2 Jahre
Gesamtvolumen: 107.532,20 €
Fördersatz: 70 % für Projekte zur Bewusstseinsbildung
Voraussichtlicher Förderbetrag: 75.272,54 €

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