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Dreizehenspecht

Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) ist eine Charakterart der subalpinen Fichtenwälder. Er ist ungefähr so groß wie eine Amsel und besitzt ein schwarz-weiß gemustertes Gefieder und die Flügel sind einheitlich dunkel gefärbt. Die Kopfplatte der Männchen erstrahlt leuchtend gelb, während hingegen das Weibchen einen silbergrauen Scheitel aufweist.

Eine Besonderheit dieser Spechtart ist das Vorhandensein von nur drei Zehen, wobei zwei nach vorne gerichtet sind und eine nach hinten zeigt.


Als Lebensraum beansprucht der Specht subalpine Nadel- und Mischwälder mit alten Bäumen und Totholz. Der Dreizehenspecht ernährt sich von Larven und Puppen von Käfern, speziell die des Borkenkäfers. Damit der Dreizehenspecht genügend Nahrung findet, müssen in seinem Revier viele absterbende, kranke und tote Bäume vorhanden sein. Eine Untersuchung im Schweizer Alpenraum zeigte, dass ein Schwellenwert von rund 20 m³ (entspricht einem Füllvolumen von 3 Kinderschwimmbecken mit einem Durchmesser von 3,6 m) stehendem Totholz pro ha (entspricht ca. 1,4 Fußballfeldern) für diese Art erreicht werden muss, um deren Überleben zu sichern (Bütler und Schlaepfer 2004).

Um an seine Nahrung zu kommen, entfernt der Dreizehenspecht Rindenstücke mit seinem Schnabel. Er bearbeitet oft mittlere und untere Stammabschnitte, faulende Baumstümpfe oder am Boden liegendes Fallholz. Von Frühjahr bis September „ringelt“ der Dreizehenspecht Fichtenstämme. Das bedeutet, dass er mit seinem Schnabel Löcherreihen in deren Rinde hackt, umso an den Baumsaft zu gelangen.


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