Gemeiner Wacholder

Den Gemeinen Wacholder (Juniperus communis) kennt man vor allem als Wacholderbusch. Als Zypressenart findet man ihn vor allem auf trockenen, eher nährstoffarmen, kalkhaltigen Böden.

Die stechenden Blätter des Gemeinen Wacholders sind nadelförmig und bis zu 15 mm lang. Die kugelig runden Früchte sind Beerenzapfen. Anfangs grünlich, werden sie später blauschwarz und reifen im 2. Jahr oder sogar erst im 3. Jahr nach der Befruchtung.


Schon in früheren Zeiten wusste man um seine Heilkraft, die auf die ätherischen Öle und Gerbstoffe in seinen Früchten zurückgeht. Als „Wachhalter“ steht er heute noch öfters neben Gräbern. Der Volksglaube sagt, dass er den Seelen der Verstorbenen den Übergang in das Jenseits erleichtert.

In den trockenen Kiefernwäldern am Lech ist der Gemeine Wacholder weit verbreitet. Hier kommt er auch als Baum mit einer Wuchshöhe von bis zu 8 m vor. Im übrigen Tirol sind baumförmige Wacholder nur noch an drei weiteren Standorten bekannt. 1960 wurden diese Bestände durch das Tiroler Naturschutzgesetz zum Naturdenkmal (= Ein Naturgebilde, welches aufgrund seiner Seltenheit, Eigenart oder Schönheit oder auch wegen seiner wissenschaftlichen, geschichtlichen oder kulturellen Bedeutung sowie wegen seines besonderen Gepräges, das es dem Landschaftsbild verleiht, erhalten werden soll. Besteht hierfür ein öffentliches Interesse, kann die Bezirksverwaltungsbehörde ein Naturdenkmal mit Bescheid erklären. – Tiroler Naturschutzgesetz 2005) erklärt und unter Schutz gestellt.


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