Kies und Schotterbänke

Ein breites Geflecht aus Flussarmen und Schotterinseln …
… so präsentiert sich der Tiroler Lech dem Betrachter. Dieses Labyrinth aus Kies- und Schotterbänken ist das charakteristische Bild einer intakten Wildflusslandschaft. Die Kiesbänke sind nicht dauerhaft, sondern vergänglich – Schotterinseln verschwinden und entstehen, Flussläufe werden verlegt.

Verursacher sind die jährlichen Hochwässer, bei denen das gesamte Flussbett überschwemmt wird. Die Wassermassen tragen die Kiesbänke ab und lagern den Schotter an einer anderen Stelle wieder ab. Da der Lech die Vegetationsentwicklung immer wieder unterbricht und frische Kiesbänke anlegt, wirken diese Lebensräume karg. Je nach Wasserstand lagert der Tiroler Lech seine Schotterinseln um. Ständige Veränderung ist das Einzige, was in diesem Lebensraum wirklich von Dauer ist.  Trotz der Nähe zum Lechwasser herrscht auf den Kiesbänken ein warmes Mikroklima, welches von Trockenheit und Hitze geprägt ist. Wasser rinnt durch die großen Hohlräume des Bodens schnell ab und wird kaum gespeichert. Außerdem sind die Kiesbänke der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt.


Trockenheißes Milieu und die ständige Umlagerungsbewegung der Kiesbänke schaffen einen extremen Standort. Hier können nur Spezialisten aus der Tier- und Pflanzenwelt existieren, die besondere Überlebensstrategien entwickelt haben. Als Pioniere erobern sie sich diesen exponierten Lebensraum.

Typische Arten der Kies- und Schotterbänke

Alpen-KnorpellattichAlpen-Knorpellattich
Deutsche TamariskeDeutsche Tamariske
FlussregenpfeiferFlussregenpfeifer
FlussuferwolfsspinneFlussuferwolfsspinne
FlussuferläuferFlussuferläufer
Gefleckte SchnarrschreckeGefleckte Schnarrschrecke


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