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Hauptdolomit

Grau, diese Farbe hat vorwiegend der Hauptdolomit (CaMg (CO3)2). Ihn kann man am häufigsten auf den Schotterbänken des Tiroler Lech finden.
Als eines der ältesten Gesteine ist der Hauptdolomit vor rund 220 Millionen Jahren vor allem in den Lagunen und Wattbereichen des Tethysmeeres entstanden. Dünne Matten aus Blaualgen bildeten sich bei hohem Salzgehalt und hohen Temperaturen. Wenige Tiere und Pflanzen besiedelten diese Bereiche, deshalb sind Versteinerungen im Hauptdolomit eine Seltenheit.

Die weißen Linien im grauen Hauptdolomit sind kleine, weiße Calcitkristalle. Sie haben sich an den Klüften, die durch das Zerbrechen des Hauptdolomits während der Alpenfaltung entstanden sind, eingelagert. Entlang dieser Adern zerfällt der Hauptdolomit leicht in den groben Schotter. Durch die schroffe Verwitterung entstehen die charakteristischen Gipfelformationen. Weitläufige Almflächen fehlen, da die Bodenbildung über diesem Ausgangsgestein nur gering ist.

Wenn man den Hauptdolomit zerschlägt, kann man ihn leicht an dem typischen Geruch von Rohöl erkennen. Ein Gruß aus längst vergangenen Zeiten – der intensive Duft stammt von den organischen Bestandteilen der versteinerten Blaualgen.



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