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Leben im Naturpark

Besiedelungsgeschichte:

Aus dem Reuttener Talbecken und dem Lechtal sind nur wenige prähistorische Funde bekannt. Man nimmt an, dass aus dem Allgäuer Raum Kelten in das Lechtal gekommen sind, um in den Lechauen auf Jagd zu gehen. Sie haben ihre Spuren hinterlassen. Beile, Pfeilspitzen und Dolche deuten darauf hin. Und auch der alte Name „Lic“ soll von dem Keltenstamm der Likatier stammen. Der „Steinreiche“ oder auch der „Schnellfließende“ soll die Übersetzung für „Lic“sein. Beides würde zutreffen!


Um 15 v. Chr. kamen die Römer unter Kaiser Augustus. Sie bauten die Via Claudia Augusta. Aus „Lic“ wurde „Liccus“, was in der lateinischen Sprache die beiden gleichen Bedeutungen haben soll.

Ab ca. 500 n. Chr. gingen mehrere Siedlungswellen über das Gebiet um den Tiroler Lech hinweg. Man weiß, dass alemannische Stämme, Rätoromanen, Bajuwaren und Walliser in das Gebiet des heutigen Naturparks Tiroler Lech eingewandert sind.

Die Schwabenkinder sind ein trauriges Kapitel aus der Lechtaler Geschichte. Oft war nicht genügend zu Essen für die vielen Kinder in einer Familie da. Die Ältesten mussten, sobald der Schnee es zuließ, über die Berge ins benachbarte Allgäu nach Kempten oder Isny auf die Kindermärkte gehen, wo sie als billige Arbeitskräfte an reiche Allgäuer Bauern für eine Saison verdingt wurden. Kam der Winter wieder, kehrten sie zu ihren Familien nach Tirol heim.

Aus der Naturparkregion sind zu früheren Zeiten etliche Handwerker und Handelsleute in die Fremde gezogen, um dort ihr Glück zu machen. Dem Ruf als künstlerisch begabte Leute werden die Lechtaler noch heute gerecht. Die Arbeiten der Holzbildhauer und die schauspielerischen Leistungen der Geierwallybühne, der größten Freilichtbühne Tirols, sind über die Grenzen hinaus bekannt.